DER SKIFREIZEIT-ARTIKELM ODER „PSSST DIE KINDER ...“
Ja was machten sie denn? Sie schrieen oder schliefen. Dazwischen war meist nur eine kurze Übergangzeit. Nicht, dass uns das die Skifahrlaune verdorben hätte, aber bei unserem Brainstorming zu diesem Artikel war das der einprägsamste Slogan der uns eingefallen ist. Auf der anderen Seite zeugt das auch davon, dass auf der Skifreizeit in Elm wirklich alle Altersklassen vertreten waren. Was auch seinen Reiz hatte.
Es hat uns also auch dieses Jahr tief in die Schweizer Berge getrieben, weit ab von jeglicher Zivilisation. Sie müssen sich das mal vorstellen: Bis Zürich ist es noch einigermaßen zivilisiert. Wenn Sie dann aber hinter Glarus das Haupttal verlassen, können Sie froh sein, wenn die Straße noch zu erkennen ist (wenn überhaupt eine da ist). Dem Schweizer mag ja die Abgeschiedenheit eines Berghüttlis vertraut sein, wo er sich ungestört seinem Raclette oder dem Käsefondue zu Alphornklängen widmen kann. Aber wir mussten uns dort erst einmal einleben und uns an die nächtliche Stille gewöhnen, die nur durch den einen oder anderen Schnarcher und das liebevolle Surren der Pistenwalze vor unserer Haustür unterbrochen wurde. Dank einer Tonne Lebensmittel, so kam es uns beim Transport jedenfalls vor, stand aber einer tollen Woche nichts im Wege, und der Herr hatte auch ein Einsehen mit uns und schickte uns bereits am ersten Tag viel Neuschnee.
Nicht, dass Sie jetzt denken, wir hätten uns sportlich alleine dem Skifahren verpflichtet.
Nein, ganz im Gegenteil, wir haben praktisch die Olympischen Spiele etwas vorgezogen.
Angefangen mit der Einheit Gewichte schleppen, also das Gepäck von der Gondel zur Hütte transportieren. Und glauben sie uns, es ist erstaunlich was manche Person (geschlechts-neutral) für eine Woche an Gepäck dabei hatte. Des weiteren die Kunst des Balancierens über vereiste Treppen. Außer den klassischen Disziplinen wie Dart und Tischtennis, gab es dann auch exotische Einheiten wie Lachmuskeltraining und kulinarische Höchstleistungen in der Küche (also jeder Gourmet hätte seine Freude daran gehabt). Es war für alle etwas geboten. Aber natürlich kam auch das Skifahren nicht zu kurz.
Ein kleiner Ausflug erwünscht? Schließen Sie die Augen: Sie stehen mit ihren Skiern am Sessellift. Ah, da ist ja auch schon der Sessel, der sich sanft unter ihren Hintern schiebt und Sie gemütlich den Berg hinaufträgt. Doch Vorsicht, nach dem letzten Waldstück wird es plötzlich ruppig. Der Wind pfeift um die Ohren und es wir kalt. Doch oben angekommen entschädigt der Blick ins Tal für alle Mühen. Nun ist Vorsicht geboten, denn überall liegen Snowboarder rum (eine Situation, an die man sich gewöhnen muss, denn Snowboarder sitzen immer mindestens zu viert mitten auf der Piste, keine Ahnung warum). Doch nun geht es hinab, hier ein Kürvchen, da eine kurze Rast, dann freudiges Hinabwedeln ins Tal. Dort eine schnelle Schussfahrt und gekonnt eine Kurve bis an die Almhütten, wo der Jagertee schon wartet (die saftige Rechnung leider auch). Sie haben wirklich was verpasst.
Auch unsere Skianfänger haben sich wacker geschlagen und am Ende selbst den Gipfel erstürmt, besser gesagt gekonnt wieder Richtung Tal verlassen.
Unsere beste Leistung hat uns sogar ein Jobangebot in der Schweiz verschafft und das in einem Nicht-EU-Land. Wir haben am Ende so toll das Haus geputzt, dass wir zu dem zweimal im Jahr stattfindenden Generalputz im Haus gerne wieder eingeladen sind.
Auch wenn wir vielleicht nicht so scharf auf diesen Job sind, würden wir nächstes Jahr Elm nicht missen wollen, und es geht ein großes Dankeschön an unser Organisationsteam. Das war olympisch klasse und immer zur Stelle. Vielen Dank.
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