Besuch der Kingswood-Gemeinde aus Nottingham in KarlsruheEs wurde wieder viel geboten bei vollem Programm. „The same procedure as every time“. Der Stundenplan für die Woche war gut gefüllt. Nach einer langen Nacht der Vorbereitung zum Flughafen Heathrow in London ( zum Schlaf war wenig Zeit in dieser Nacht ) bereits eine Stunde nach Mitternacht fielen sie wieder aus den Betten. So kam die Gruppe 14 Personen pünktlich 9. 40 Uhr auf dem Baden Airpark an. Die Abholung durch die Gastgeber und Pastor Kurt Junginger, als Chef des Ganzen verlief reibungslos, die ersten Kontakte wurden schnell wieder geknüpft in der Erlöserkirche bei Tee, Kaffee und kleinem Imbiss. Immer wieder hörte man: Hallow, hallow how are you? - and nice to see you again! Anschließend verflüchtigte sich das Ganze in die Privatquartiere. Darüber kann ich keine Auskunft geben. Am Sonntag 22. 05. erlebten wir zusammen einen erhebenden Gottesdienst mit Abendmahl und unseren Freunden aus Nottingham. Der Gottesdienst wurde zweisprachig gehalten, nach excellenter Vorbereitung des Teams. Dazwischen erklangen erfrischende Lieder und Hymnen Deutsch und Englisch aus dem neuen Gesangbuch. Der Predigttext war Joh. 4, 4 – 29 und wurde durch hinführende Dias eindrücklich nahe gebracht. Der Posaunen- und gemischte Chor erfreute die Zuhörenden, ebenso das Orgelspiel. Am Nachmittag erfreuten wir uns zusammen im Waldklassenzimmer bei Kaffee, Tee und Kuchen und guten Gesprächen, sicherheitshalber suchten wir die Innenräume auf, denn der Himmel versprach nicht viel gutes. Das tat aber unserer guten Laune keinen Abbruch, auch erhellte sich der Himmel schnell wieder, so dass wir uns auch draußen aufhalten konnten und die Beine etwas vertreten. Montag war das erste Großereignis. Abfahrt mit Bus 9.00 Uhr Erlöserkirche zum Tagesausflug in die Pfalz. Burg Berwartstein eine ehemalige Ritterburg, mit Führung war das erste Highlight. Wir besichtigten viele alte Gemächer, erklommen viele alte Treppen und scheuten uns auch nicht einen Blick in die ehemalige Folterkammer zu werfen. Ich kann schon sagen ... Früher standen sie den Foltermethoden zu heute auch nicht viel nach, wenn gleich auch heute noch besondere Feinheiten in dem Gefügigmachen der Gefangenen zur Verfügung stehen. Besonders eindrücklich war der Gang bei Kerzenlicht durch die untersten Gänge und Pfade, hier konnte schon mal der eine oder der andere vergessen werden. Nach einem erfrischenden Picknick, wobei das „Erfrischen“ bei einem von uns durchaus wörtlich zu nehmen ist, nun ratet einmal? – Er sprang gleich in den nahen See hinein, ohne Rücksicht auf Verluste, denn es war nicht gerade sommerlich heiß. Doch ist unser Freund ja auch andere Temperaturen gewohnt und lässt sich sogleich nicht abhalten. – Dann erreichten wir Petersbächel und ein sehr interessantes Holzmuseum mit holzfachmännischer Führung, das uns alle ganz neu vor Augen führte, was man aus altem, fast unbrauchbarem Holz und anderen Gegenständen alles herstellen kann, wenn man einen Sinn, das richtige Sehen und das richtige Gefühl und Geschick dafür hat. So kann aus altem, fast wertlos gewordenem, NEUES entstehen, in der richtigen Sichtweise sogar zum Lobe Gottes. – Abgerundet wurde dieser erste Tag durch einen Abstecher in unserer Gemeinde in Kandel, wo wir bei deftigem Pfälzer Abendessen und anschließendem Kuchenbuffet noch richtig verwöhnt wurden. Auch wurde uns die Historie von Kandel eindrücklich und ausführlich nahe gebracht. Dienstag stand der Empfang im Rathaus im Mittelpunkt. Bürgermeister Eidenmüller erläuterte uns den geschichtlichen Werdegang Karlsruhes mit all seinen interessanten Einrichtungen, kulturellen Besonderheiten und der exclusiven Lage der Stadt zwischen Rhein und dem Schwarzwald. Auch die gesamte Hightec, und Industrie, die in Karlsruhe zu finden ist, wurde nicht ausgeklammert. Den neuesten Film über Karlsruhe sahen wir mit großem Interesse. Anschließend hatte K. Junginger wieder einmal ein geniales Mittagsmahl zusammengestellt, das so richtig für die grüne Wiese geeignet war, denn wir versammelten uns im Angesicht des Schlosses im rückliegenden Garten, am See und konnten für einige Minuten die Seele baumeln lassen. Was allen nicht geschadet hat. Weiter standen für diesen Tag auf dem Programm, einige Besuche der Museen, des Schlossturms und der Majolika, der Porzellan-Manufaktur, die noch heute künstlerisch tätig ist. Mittwoch per Straßenbahn in den Schwarzwald. Abfahrt vor Hbf. direkt nach Baiersbronn, herrliche 3-Std. Wanderung durch Wiesenwege zu den Sankenbacher-Wasserfällen, diese waren ein großes Erlebnis, besonders für unsere englischen Freunde. Edeltraud kam auf die Idee oben am Beginn des Wasserfalls mittels einer Klappe das Wasser ein wenig zu stauen, um es dann umso heftiger den Fall hinunterstürzen zu lassen. Nach der Weiterfahrt nach Freudenstadt und Besichtigung bes. des Marktplatzes fiel die Gruppe abends in unser EMK-Hotel „Teuchelwald“ ein; dort erwartete uns ein fulminantes Abendessen. Schon die reine Straßenbahnfahrt durchs herrliche Murgtal, vorbei an Felsen und Schluchten über Viadukte war beeindruckend, wurde nur noch übertroffen von froher Gemeinschaft und Staunen über Gottes herrlicher Natur. Natürlich spielte auch das Wetter mit, nur am Sonntag, dem ersten Tag, hatten die Engländer ihr eigenes Wetter. Danach zeigte sich der Sommer pur und Temperatur von 25 – 30 Grad, so richtiges Karlsruher Rheingrabenwetter. Kein Wölkchen am Himmel blau so weit das Auge sieht. Die Rückfahrt ebenso per Bahn und Ankunft 21.54 KA., und dieser Tag war ausgefüllt mit schönen Erinnerungen. Donnerstag – ein halber Feiertag. Die Bettruhe dauerte etwas länger. Erst 14.30 lief das Programm in der Erlöserkirche an mit Teatime und guten Gesprächen. Danach zeigte uns Otmar Vöhringer interessante Lichtbilder im PC-Programm untermalt von herrlicher einstimmender Instrumentalmusik, von früheren Begegnungen in Nottingham 2003 und anderen. Überhaupt hat sich O.V. zu einem absoluten Fotofreak mit PC-Technik gemausert, auch an dieser Stelle mal ein herzliches Dankeschön. – Anschließend war Grillen im Pfarrgarten angesagt unter der bereits sprichwörtlichen 5-Sterne Regie unseres Spezialkochs Kurt Junginger mit allen Zutaten. Und last but not least: Konzertabend mit Duo „Saitenwind“. Kammermusik für Traversflöte und Gitarre, vorgetragen in wunderschönen, einfühlsamen Klängen von Sabine Radel und Andreas Scheib. Der Abend gestaltete sich zu einem musikalischen Hochgenuß, der freudig beklatscht wurde. Freitag 27. 05. – der letzte gemeinsame Tag. Stadtbesichtigung und Straßenbahnfahrt zu den interessanten Plätzen und Gebäuden der Partnerstadt. Danach Möglichkeit zu Shopping, zu deutsch; Einkaufen auch spezieller deutscher Erinnerungszutaten. Ab 20.00 Uhr unsere bekannte Farewell-Party mit Highlights am laufenden Band, Begeisterung und Frohsinn wogte hin und her. Wer nicht auf seine Kosten kam, war selber schuld! Beiträge von Christopher Smith und K.J. waren absolute Renner.- Die Abendandacht von Volker Göhler übersetzt von Jens Lowitsch wurde abgerundet von dem Lied Gesangbuch 329 Gott singe mich – Gott male mich – Gott liebe mich. Die letzte Strophe im Wortlaut: Gott liebe mich, ich will dein Kind sein, ein Band der Liebe und ein volles Glück. Erhalten möchte ich dein Leben, den Namen auch, den du gegeben. Und immer finde ich zu dir zurück. Gott, liebe mich, ich will dein Kind sein. Samstag endgültiger Abschied. Frühstück bei den Gastgebern 8.30 Uhr Treffpunkt Baden Airpark zum Heimflug nach Nottingham, und hoffentlich einem frohen Wiedersehen in zwei Jahren in Nottingham. Achim Krumbein Weitere Links zur Gemeindepartnerschaft:Bericht zur Gemeindepartnerschaft mit Bildern aus NottinghamBericht und Bilder der letzten Begegnung in Karlsruhe (2009) Bilder der letzten Begegnung in Nottingham (2007) Website Kingswood Methodist Congregation Seite zur Gemeindepartnerschaft auf der Kingswood Methodist Website |