Geschichte unserer Kirche - Teil IV

Gott segnete in England die neue christliche Bewegung, die man Methodisten nannte. Von großer Bedeutung war dabei die Tatsache, daß nicht nur ordinierte Geistliche predigten, sondern auch Laien. Es beeindruckte die Zuhörer sehr, wenn z. B. ein Mann, den sie als Raufbold, Trinker und Faulenzer kannten, von dem erzählte, was Jesus an ihm getan hat. Die Auswirkungen der froh machenden Botschaft, des Evangeliums, war sichtbar. Und das ist bis heute immer noch besser als 1000 schöne Worte!

Pfälzische Auswanderer kamen in Irland mit methodistischer Verkündigung in Berührung, unter ihnen Philipp Embury (seine deutschen Vorfahren hatten den Namen Imberg) und seine Cousine Barbara Heck. Diese wanderten 1760 nach Amerika aus, um sich dort eine bessere Existenz aufzubauen. Philipp Embury hielt im Jahr 1766 den ersten methodistischen Gottesdienst auf nordamerikanischem Boden. Dieser Abschnitt in der Darstellung der Geschichte unserer EmK ist mir aus dem Grunde so wichtig, weil er uns nahe bringt, daß die Wanderbewegungen des 18. und 19. Jahrhunderts entscheidenden Einfluß auf die Entstehung und Ausbreitung unserer Kirche hatten.

1769 schickte John Wesley die ersten Prediger nach Nordamerika. Am Ende der kriegerischen und politischen Auseinandersetzungen hatten die amerikanischen Kolonien ihre Unabhängigkeit von England erreicht. Das war auch der Beginn einer selbständigen amerikanischen Methodistenkirche. 1784 fand in Baltimore die sog. Weihnachtskonferenz statt. Den Vorsitz führte Dr. Thomas Cook, den John Wesley kurz vorher – ebenso wie Francis Asbury – zu Superintendenten ernannt hatte. Bald nannte man beide Bischöfe.


Klaus Wagner

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