Geschichte unserer Kirche - Teil V

Heute möchte ich in großen Schritten durch die Geschichte bis zur Vereinigung 1968 wandern.

Neben der Methodistenkirche entstanden im 19. Jahrhundert (z. T. noch vorher) auf nordamerikanischem Boden zwei weitere kirchliche Gemeinschaften, die mehr oder weniger methodistisch geprägt waren: Die „Vereinigte Brüder“ und die „Albrechtsleute“ (siehe auch „Die Anfänge unserer Kirche Teil II“). „Vereinigte Brüder“ und „Evangelische Gemeinschaft“, so nannten sich die „Albrechtsleute“ ab 1816, taten einen segensreichen Dienst, überwiegend in deutscher Sprache, unter den deutschen Einwanderern. Die „Hauptsprache“ der Methodisten war jedoch Englisch. Es ist für uns heute nicht mehr verständlich, dass ausgerechnet die Sprachenfrage für das langjährige Nebeneinander dieser drei Kirchen ursächlich war. Auch die führenden Leute der in Amerika neu entstandenen Methodistenkirche waren vom Zeitgeist geprägt, welcher eben nur die englische Sprache für die neue Völkergemeinschaft gelten ließ. Sie wollten keinen deutschsprachigen Zweig in der neuen Methodistenkirche in Amerika.

1946 vereinigten sich die beiden Kirchen –„Vereinigte Brüder“ und „Evangelische Gemeinschaft“ – in den USA zur „Evangelical United Brethren Church“ = EUB. 1966 wurde die Vereinigung von EUB und Methodistenkirche zur „United Methodist Church“ vollzogen. In Deutschland fand die Vereinigung der „Evangelischen Gemeinschaft“ und der „Methodistenkirche“ zur „Evangelisch-methodistischen Kirche“ im Jahre 1968 statt.


Klaus Wagner

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