Geschichte unserer Kirche - Teil VIISie erinnern sich: Die heutige Evangelisch-methodistische Kirche entstand aus zwei „Quellflüssen“, nämlich der „Evangelischen Gemeinschaft“ und der „Methodistenkirche“. Wie waren aber die Anfänge in Deutschland? Heute betrachten wir die Anfänge aus der Sicht der „Evangelischen Gemeinschaft“. Auch hier spielt das Schwabenland wieder eine tragende Rolle. Der nach Amerika ausgewanderte Johann Sebastian Kurz aus Bonlanden hatte dort „außer Arbeit und Brot auch den Frieden seiner Seele gefunden“ (Zitat). 1845 kehrte der damals 60-jährige nach Bonlanden zurück. Sein unermüdliches evangelistisches Wirken blieb nicht fruchtlos. Die Hilferufe der Bonlandener nach Entsendung von „Missionaren“ wurde in Amerika gehört. Am 8. Dezember 1850 kam Johann Conrad Link mit seiner Familie in Bremerhaven an. Er reiste nach Bonlanden weiter und entfaltete bald darauf mit Kurz in und um Stuttgart eine rege Predigttätigkeit. Das Jahr 2000 ist also ein Jubiläumsjahr für uns! 1851 folgte aus Amerika ein weiterer Prediger, Johannes Nicolai. Da Link und Nicolai wegen ihrer volkstümlichen Art der Verkündigung großen Zulauf in den Versammlungen hatten, blieb der Widerstand der landeskirchlichen Stellen nicht aus: Den „amerikanischen“ Predigern wurde für Stuttgart und verschiedene andere Orte Redeverbot erteilt und erst durch das Eingreifen des amerikanischen Konsuls wieder aufgehoben. Die beiden Prediger der Evangelischen Gemeinschaft hatten von Anfang an eine segensreiche Arbeitsgemeinschaft mit den Brüdern der Methodistenkirche, welche ja ein wenig früher in Württemberg zu wirken begonnen hatten (siehe Teil VI).
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